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Das neue Sessionsmotto „Jötterfunke överall – Ludwig, Bonn un Karneval“

In der Session 2019/2020 feiern wir in Bonn den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven, des größten Sohnes unserer Stadt. Er wurde nicht nur im Dezember 1770 hier geboren, sondern hat 22 Jahre in Bonn gelebt und als Organist, Orchestermusiker und Komponist gearbeitet. Beethoven erhielt am Rhein nicht nur seine musikalische Ausbildung, sondern reifte im Geist der Aufklärung zur Künstlerpersönlichkeit, für die Humanität im Zentrum des Schaffens stand. In Bonn lernte er Schillers Gedicht „An die Freude“ kennen und fasste den Entschluss es zu vertonen. Heute ist „Freude schöner Götterfunken“ als Europa- und Freiheitshymne weltbekannt.
Das neue Sessionsmotto „Jötterfunke överall – Ludwig, Bonn un Karneval“

Ludwig van Beethoven wollte, dass seine Musik alle Menschen verbindet und heute kennt man sie rund um den Erdball. Das Streben nach individueller Freiheit und grenzenloser Gemeinschaft der Menschen untereinander verbindet Ludwig van Beethoven mit dem rheinischen Karneval. Beethoven wurde in einer Zeit geboren, in der sich die bürgerliche Form des Karnevals entwickelte.

Auch Maskenbälle gehörten zu den populären Veranstaltungen der Zeit. Wie prachtvoll die höfischen Maskenbälle inszeniert waren, hielt der Maler François Rousseau 1754 in zwei „Ballstücken“ fest. Sie zeigen den verschwenderisch dekorierten Bühnenraum des Bonner Hoftheaters am Koblenzer Tor und Kurfürst Clemens August inmitten seiner aufwendig in Samt und Seide verkleideten Gäste. Und sie zeigen auch das Bonner Hoforchester, in dem schon der Vater und der Großvater Ludwig van Beethovens musizierten. Ludwig van Beethoven komponierte in Bonn mit seiner „Musik zu einem Ritterballett“ 1790/1791 für einen solchen Maskenball eine Karnevalsmusik: Ludwig, Bonn un Karneval!

Die Umkehr von Machtverhältnissen, die Überwindung von Standesgrenzen und die Freiheit des menschlichen Geistes verbindet die humanistische Vision von Ludwig van Beethovens mit der gelebten Praxis des Bönnschen Fastelovends. Hier werden Beethovens Götterfunken des „Alle Menschen werden Brüder“ in farbiger Vielfalt versprüht und überwinden Grenzen der Herkunft, des Alters, der Sprache und der kulturellen Identität. Deshalb feiern wir Karnevalisten das Beethoven-Jubiläum 2020 mit: „Jötterfunke överall“.

Zum Motto-Logo:

Dialekt:

Ursprünglich wollte Beethoven nach seiner Wiener Studienzeit nach Bonn zurückkehren. Seine Heimat, die wie er es ausdrückte „mir ewig lieben Rheingegenden“ hat Beethoven nie vergessen und er hielt engen Kontakt mit seinen Bonner Freunden. Als ihn 1812 der junge Bonner Gartenkünstler Peter Josef Lenné in Wien besuchte, rief Beethoven erfreut aus: „Dich verstehe ich, Du sprichst „Bönnsch.“ Manchen Brief hat er sogar mit „Beethoven Bonnensis“ unterzeichnet und schrieb noch kurz vor seinem Tod von den „Rheingegenden, die ich so sehnlich wiederzusehen wünsche“.

Warum Beethoven als Kind?

Weil Bonn seine Geburtsstadt ist, wird im Motto-Logo Beethoven als Kind gewählt, in Anlehnung an „Schroeder“  in den von Charles M. Schulz – einem großen Beethoven-Verehrer - kreierten weltweit erfolgreichen Comic-Streifen „Peanuts“. Schroeder´s Kinderklavier mit der Beethoven-Büste spielt darin eine wichtige Rolle. Es erinnert auch daran, dass Beethoven nicht nur in seiner Bonner Zeit immer auch der Schalk im Nacken saß – auch in seiner Musik, die eben nicht nur „schicksalsschwer“, sondern auch heiter war. Deshalb kommen aus Beethovens Klavier in unserem Sessionslogo bunte Noten und in seinem Kopf sprühen die  „Jötterfunken“ als Konfetti.

Das Motto-Logo wurde von der Agentur Welzenbachs entwickelt.

 

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Immatrielles Kulturerbe