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Für alle Tollitäten gilt: Hier Enden - ich!

Im Haus der Springmaus in Enden-ich findet traditionell die letzte und traurigste Veranstaltung in der Session statt: das Federnrupfen! Auch für Prinz Dirk II. und Bonna Alexandra III. hieß es am Karnevalsdienstagabend: hier Enden-ich!
Für alle Tollitäten gilt: Hier Enden - ich!
Foto: Wolfgang Hübner-Stauf

Begonnen hatte der Abend mit einem großen Dankeschön der Präsidentin des Festausschusses Bonner Karneval Marlies Stockhorst für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Festausschusses Bonner Karneval, die das ganze Jahr lang im Ehrenamt arbeiten. Darauf folgte der durch Stephan Eisel erbrachte musikalische Beweis dafür, dass die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder aus der kompositorischen Feder von Ludwig van Beethoven stammen, dessen 250. Geburtstag im Jahr 2020 gefeiert wird. Das scheidende Prinzenpaar verabschiedete sich sehr emotional von allen Beteiligten. Im Vordergrund stand dabei der familiäre und freundschaftliche Dank an die Equipe und den Festausschuss.
Nach einem liebevollen Auftritt von Knubbelefutz und Schmalbedach war es dann soweit, die Präsidentin des Festausschusses Marlies Stockhorst und Oberbürgermeister Ashok Sridharan entnahmen dem Prinzenpaar die Insignien ihrer närrischen Macht. Die Bonna gab zunächst die Bonna-Kette sowie ihre rot-blaue Schärpe ab – ihre äußeren Erkennungszeichen als Bonna. Somit wurde sie von der Bonna Alexandra III. wieder zu Alexandra Roth. Beim Prinzen wurden einzeln die vier prachtvollen Fasanenfedern aus der Prinzenmütze gezogen, die schwere Amtskette abgelegt sowie zu guter Letzt der Pajaz zurückgegeben. Durch die Abgabe dieser Symbole als Bonner Prinz wurde er von Prinz Dirk II. wieder zu Dirk Vögeli. Ergriffen nahmen beide diesen Akt war und wurden mit tosendem Beifall von der Karnevals-Familie für eine traumhafte Session zum Motto „Loss mer fiere un studiere“ gedankt.
Im Vorfeld des Aktes des Federnrupfens kam Monsignore Wilfried Schumacher auf die Bühne. Er hatte ein besonderes Geschenk dabei: die „Restkerze“ aus der Remigius-Kirche. Diese kunstvoll verzierte Kerze war anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes am Vorabend der Prinzenproklamation entzündet worden und brannte dort bis zum Abend des Rosenmontags. Somit schloss sich an diesem Abend auch hier wieder der Bogen.
Wie immer im Leben, wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich wo anders ein Fenster: Dirk Vögeli wurde im Rahmen des Abends in den sogenannten Prinzen-Club sowie Alexandra Roth in den Bonna-Club aufgenommen. Dies sind jeweils Clubs, in denen sich die ehemaligen Bonner Prinzen beziehungsweise Bonnas regelmäßig treffen.
Nach diesen Zeremonien kam Karl Schleyer alias der Nachtwächter der Stadt Bonn mit seinem gezwirbelten Schnauzbart und seiner unnachahmlichen Stimme zwischen den roten Vorhängen der Bühne hervor. Er sang den charakteristischen Ruf „Hört ihr Leut' und lasst euch sagen …“ – gemünzt auf die Session und das jetzt ehemalige Prinzenpaar.

Was darf an so einem Abend, dem Vorabend des Aschermittwochs, nicht fehlen? Richtig, das bekannte Lied von Jupp Schmitz: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“.

 
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