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11 Fragen zum Karneval

  1. Was ist Karneval?
    Karneval hängt mit dem Christentum eng zusammen. Die Menschen spielen „verkehrte Welt“. An den tollen Tagen darf ausgelassen gefeiert und sich bunt kostümiert werden.

  2. Warum liebt der Rheinländer sein Karnevalsgefühl?
    Man kann Grenzen verrücken, mal durch ein Kostüm jemand anderes sein. Singen und ausgelassen feiern, ein anderes Lebensgefühl entwickeln. Dieses Gefühl ist aber mitnichten nur den geborenen Rheinländern vorbehalten - jeder darf mitfeiern, denn unter der Narrenkappe sind alle Menschen gleich.

  3. Isch saach nur Alaaf...
    Ganz genau. Dies ist der Schlachtruf der Bonner Jecken. Der Ursprung und die Bedeutung dieses Wortes ist nicht eindeutig geklärt - bedeutet aber so viel wie „Es lebe!“ - Also: Dreimal Bonn Alaaf !

  4. ...und manchmal sage ich auch KAMELLE!
    Dieser Ausruf ist für den Besuch eines Vierdelszuges (hierzu später mehr) oder ganz besonders für den Rosenmontagszug zu empfehlen. Grundsätzlich meint „Kamelle“ Süßwaren oder Karamell-Bonbon. In der Tat hat man früher vor allem Karamell-Bonbons unters Volk gebracht bzw. von den Karnevalswagen geworfen.
    Wer statt Bonbons lieber ein Blümchen mit nach Hause nehmen möchte, sollte es dringend einmal mit dem Wort „Strüssje“ versuchen.

  5. Wer sind die Symbolfiguren des Bonner Karnevals?
    Der Herr in Strumpfhosen und den Federn an der Narrenkappe ist der Prinz. Seine wunderschöne Begleiterin ist allerdings nicht, wie man jetzt vermuten könnte, die Prinzessin. Die Dame heißt hier „Bonna“, nach dem Römerlager, das einst unsere schöne Vaterstadt Bonn gründete

  6. Politischer Karneval, die Sache mit der Obrigkeit
    Im Karneval spielt die Satire eine große Rolle. Trotz mehrerer Verbote im Laufe des 19 Jahrhunderts, als die Preußen das Rheinland besetzt hatten, ließ der rheinische Jeck sich nicht vom Feiern abbringen. Ganz besonders die häufig überspitze und persiflierte Meinungsäußerung zu politischen und gesellschaftlichen Themen prägt den Karneval bis heute.

  7. Die Machtübernahme und der Rathaussturm
    Während der Karnevalszeit übernimmt das Bonner Prinzenpaar auch die Regentschaft über Stadt und Stadtverwaltung. Als Symbol zur närrischen „Machtübernahme“ wird das Alte Rathaus auf dem Bonner Marktplatz vom Prinzenpaar im Sturm „erobert“. Symbolisch wird, nach erfolgreicher Erstürmung des Rathauses, der Schlüssel zur Stadt an das Prinzenpaar übergeben. Dies geschieht immer am Sonntag vor Rosenmontag. Das muss man mal gesehen haben!

  8. Was ist ein Viedelszooch?
    Der Brauch der Karnevalsumzüge durch die Stadtviertel (Vierdel) begann schon früh. Damals traf man sich mit Freunden, zog durch die Nachbarschaft, klopfte an die Haustüren und feierte gemeinsam.
    Diese Tradition ist bis heute geblieben. Es kommt nicht auf große Prunkwagen oder viele Kamelle an, entscheidend ist, dass man sich mit seinen Freunden trifft und zusammen feiert und lacht. Jeder kann mitmachen - dies zeichnet den ganz besonderen Charme aus.

  9. Warum gibt es Mottowagen?
    Neben den Wagen der karnevalistischen Gruppierungen sind auch Mottowagen Teil der Karnevalsumzüge. Hier beziehen die Künstler Stellung zu politischen Themen oder Personen des öffentlichen Lebens. Hier darf karikiert und gelacht werden- auch über Dinge, die man sich sonst nicht zu sagen traut.

  10. Wer sind eigentlich die Männer und Frauen in den Gardeuniformen?
    Als die Preußen das Rheinland besetzt hatten, versuchte das Militär die Bürger mit Militärparaden einzuschüchtern. Diese reagierten – wie für Rheinländer üblich - mit Spott und Hohn. Sie kleideten sich in alte historische Soldatenuniformen und ahmten die Paraden nach. Hieraus entwickelten sich viele unterschiedliche Gruppierungen, die heute noch in ihren Uniformen das Karnevalsbild komplettieren.

  11. Donnerstag, der Tag der Frauen - Wieverfastelovend
    Der Ursprung dieses besonderen Festtages liegt auf der Bonner Schääl Sick, der Beuler Rheinseite. Obwohl der Karneval in seinen frühen Jahren ausschließlich den Männern vorbehalten war, begehrten die Waschfrauen in Beuel auf und entwickelten ihren eigenen Karneval, den Wieverfastelovend!

    Hier ein wichtiger Hinweis an alle Männer: Bitte vermeiden Sie es, an diesem Tag eine teure Krawatte zu tragen. In den heutigen Zeiten der Gleichberechtigung hat sich nämlich, als moderne Form des Wieverfastelovends, das Abschneiden von Krawatten und deren Sammlung eingebürgert.


Bei weiteren Fragen rund um „Alaaf“ sprechen Sie uns an!

 

 
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