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Die Weiberfastnacht

Die Weiberfastnacht, der „Wieverfastelovend“, ist in dieser Form für den Karneval in Deutschland einmalig. Anfang des 19. Jahrhunderts arbeiteten viele Beueler Frauen in der Lohnbleiche oder später in der Lohnwäscherei. Nachdem ihre Männer am 10. Februar 1823 die gewaschene und gebügelte Wäsche an die Kölner Hotelbetriebe ausgeliefert hatten, kamen sie ohne Geld heim. Denn an diesem Tag fand in Köln der erste „moderne“ Rosenmontagszug statt, bei dem die Männer das gesamte Geld verprassten. Daraufhin beschlossen die Beueler Wäscherinnen, künftig über die Missetaten der Männer Gericht zu halten und gründeten das sog. „Alte Beueler Damenkomitee von 1824 e. V.“. Von da an ruhte am Donnerstag vor Karneval die Arbeit in den Beueler Wäschereien.

Dieses Komitee mit der sog. „Obermöhn“ an der Spitze hatte eine große Ausstrahlung auf Beuel und die Nachbargebiete, so dass sich vielerorts ähnliche Frauengemeinschaften bildeten. Im Laufe der Zeit kamen bei der Beueler Weiberfastnacht weitere Festelemente hinzu. Seit 1957 gibt es an Weiberfastnacht den Sturm auf das Beueler Rathaus mit Belagerung, Kampf und Schlüsselübergabe, im Jahre 1958 wurde die Figur der „Wäscherprinzessin“ als Symbolfigur der Beueler Weiberfastnacht etabliert.

Weiberfastnachtszug mit anschließendem Sturm auf das Rathaus in Beuel
Donnerstag, 04. Februar 2016
www.waescherprinzessin.de

 
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