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Prinzenpaar 2014 - Prinz Simon I. (Schneider) und Bonna Verena I. (Janssen)

Prinzenpaar 2014 - Prinz Simon I. (Schneider) und Bonna Verena I. (Janssen)
Foto: Barbara Frommann

Bonna Verena I. (Janssen)

De Mama kritt schon widder e Kind
Anders als bei meinem Prinz war schon vor der Geburt klar, dass ich in das schöne Rheinland gehöre. Ich wurde im Mai 1976 im St. Marienhospital auf dem Venusberg geboren und erblickte das Licht der jecken Welt. Meine Bonnaschwester Britta wartete schon sehnsüchtig auf mich, gleichsam meine Eltern, H. Werner Janssen und Heidrun Janssen. Danach war die Familienplanung abgeschlossen, drei jecke Wiever haben meinem Vater wohl gereicht.

Jetzt hät dat Schmitze Billa in Poppelsdorf en Villa Eine Villa war es zwar nicht, aber es begann alles bei "Auto Janssen" in der Bonner Südstadt. Zwischen Tankstelle, Lackiererei und Werkstatt lebte meine Familie bis Anfang der 1970-er Jahre. Aufgrund der beruflichen Veränderung meines Vaters, zog die Familie nach Bad Godesberg um, wo ich meine Kindheit verbracht habe.

En d'r Kayjass Nr. 0
Meine Kindergartenlaufbahn absolvierte ich erfolgreich im katholischen Kindergarten in Muffendorf, darauf folgte die Montessori-Grundschule in Dottendorf. Meine Lieblingslehrerin, Frau Multhaupt, hat einen großen Anteil daran, dass ich so langsam aber sicher zu einem echten bönnschen Jeck geworden bin. Weiberfastnacht stand die Schule regelmäßig Kopf und Frau Multhaupt konnte auf der Gitarre jedes Karnevalslied anstimmen und uns zum Mitsingen animieren, das Schunkeln nicht zu vergessen. Nach der Grundschule wechselte ich auf das Konrad-Adenauer-Gymnasium nach Bad Godesberg, das ich mit dem Abitur abschloss.

Man müsste nochmal 20 sein
Nach dem Abitur verbrachte ich sechs spannende Monate in London. Obwohl die Briten nicht die geborenen Karnevalisten sind ist London, neben Bonn, heute immer noch meine absolute Lieblingsstadt. Danach bezog ich meine erste eigene Wohnung in Poppelsdorf und begann mein Studium der Betriebswirtschaft an der FH Bonn-Rhein-Sieg und stieg im Anschluss daran direkt in die Firma meines Vaters ein. Der Einstieg fiel leicht, denn wie es oft bei Familienunternehmen der Fall ist, jobbte ich von Kindesbeinen an regelmäßig in den Ferien am Fließband und lernte so den Betrieb von der Pike auf kennen. Mittlerweile habe ich mich bis zu einem eigenen Schreibtisch hochgearbeitet. Das sind gute Voraussetzungen, den Auftritten "wie am Fließband" in der kommenden Session gewachsen zu sein.

Echte Fründe
Familie und Freunde sind mir sehr wichtig, von daher freut es mich ganz besonders, dass ich mit meinem langjährigen guten Freund Simon dieses Jahr Euer Bonner Prinzenpaar sein darf. Was als fixe Idee vor vier Jahren begann, wird jetzt tatsächlich Wirklichkeit. Es ist schön bereits jetzt viel Zuspruch, Vorfreude und Unterstützung erfahren zu dürfen.

Ene Besuch em Zoo
Meine Liebe zu Tieren sollte nicht unerwähnt bleiben. Diverse Haustiere, beginnend bei Wellen- und Nymphensittichen, über Hasen, Wüstenrennm.usen, Hund und Pferd war schon alles dabei. Heute beschränke ich mich auf ein Pferd und wer mich besucht, wird von einem Hund namens Knox begrü.t und von vier Wasserschildkröten beobachtet. Buenos Dias Mathias Am Strand von Mallorca bin ich eher nicht anzutreffen, dafür aber gerne auf der Nachbarinsel Ibiza. Meistens zieht es mich jedoch in meine zweite Heimat Bayern an den schönen Tegernsee. Dort genieße ich ausgiebige Wanderungen mit meinem Hund und besuche im Sommer gerne die traditionellen Wald- und Seefeste. Auch auf das Oktoberfest gehe ich gerne, denn ein Rheinländer muss ja aufpassen, dass das heimische Liedgut nicht verfälscht wird. Ich werde nicht müde den Bayern zu erklären, dass es nicht „Viva Bavaria“, sondern „Viva Colonia“ heißt.

Denn wenn et Trömmelche jeit
Wie bereits erwähnt, bin ich schon seit frühester Kindheit mit dem Jeck-Gen ausgestattet. Karneval bedeutet für mich die schönste Zeit im Jahr, und ich kann es jedes Mal kaum abwarten bis es endlich wieder los geht. Seit zwei Jahren bin ich Mitglied der Ehrengarde und war schon immer fasziniert vom Straßenkarneval, der Fröhlichkeit und den vielen bunten Kostümen. Karneval vereint die Menschen, egal, wer man ist oder wo man herkommt. Dieses Jahr muss ich mir keine Gedanken um die Kostümwahl machen, denn ich habe die große Ehre, als Eure Bonna stolze Ornat-Trägerin zu sein. Unter dem Motto „Bei Kamelle un Strü.je es Bonn us em Hüüsje“ freue ich mich mit Euch und meinem Prinz Simon I. eine unvergessliche Session zu verleben.

Eure Bonna Verena I.


Prinz Simon I. (Schneider)

Geboren im April 1972 im schönen Scherzingen am Bodensee in der Schweiz, stellte ich schnell fest, dass der Name des Geburtsortes zwar schon eine gewisse Tendenz erkennen ließ, in welche Richtung es in meinem Leben gehen sollte, aber den Karneval entdeckte ich dort nicht, und die Alemannische Fasnet war leider gerade vorbei. Meine Eltern reagierten darauf direkt und zogen mit meinem Bruder David  und mir bereits Ende 1972 nach Bonn-Bad Godesberg ins herrliche Rheinland. Hier waren die Voraussetzungen für mich perfekt, denn auf diesem schönen Fleckchen der Erde war natürlich auch der Karneval zu Hause, der noch eine entscheidende Bedeutung in meinem Leben bekommen sollte.

In den folgenden Jahren kamen noch zwei weitere Brüder, Gabriel und Fabian,  in der Familie  dazu und wir lernten, wie schön es ist, die fünfte Jahreszeit im Rheinland zu feiern.

Meine Schullaufbahn absolvierte ich auf der Freien Waldorfschule Bonn und schloss sie 1991 mit dem Abitur ab. Nach dem Grundwehrdienst zog es mich zurück an den Bodensee, wo ich zum Wintersemester 1992 mit dem Jurastudium begann. Lange hielt ich es dort aber nicht aus, zu weit weg war der schöne Karneval, und so kehrte ich 1994 zum Hauptstudium zurück nach Bonn, an die traditionsreiche Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, wo ich Ende der Neunziger mein Erstes juristisches Staatsexamen ablegte.

Danach begann meine Berufslaufbahn in der Welt des Venture Capital. Das Prinzip ist schnell erklärt: Junge Technologieunternehmen sind auf dem Weg zum unternehmerischen Erfolg auf Investoren angewiesen, die ihnen für die Umsetzung ihrer Idee das entsprechende Eigenkapital zur Verfügung stellen. Der Begriff „Venture“ deutet darauf hin, dass darin ein Risiko steckt: no risk, no fun, wie man weiß. Der Investor sollte also Fingerspitzengefühl und ein bisschen Glück haben. Seit mittlerweile 8 Jahren mache ich dies nun bei dem in Bonn ansässigen High-Tech Gründerfonds, der als größter Frühphaseninvestor Europas schon über 300 jungen Unternehmen mit einer Finanzierung den Weg geebnet hat. Als Investment Director bin ich hier mit meinen Kollegen für den Bereich Digitale Medien zuständig.

Viele von Euch kennen mich aber auch in einer ganz anderen Funktion: als DJ auf den weit über Bonn hinaus bekannten Afterjobpartys, bei denen ich lange Zeit als Resident-DJ für rauschende Partynächte gesorgt habe. Und nicht nur dort, auch bei unzähligen Karnevalsparties in der Region sorge ich seit vielen Jahren für unvergessliche Abende. Genannt sei hier nur die legendäre Sessionseröffnungsparty der Alkoholisierten Funken e.V., für die ich im Jahr 22 ihres Bestehens in dieser Session als Prinz für Euch alle nun antreten darf. Etwas Schöneres kann es nicht geben!

An dieser Stelle komme ich auf ein weiteres, wunderbares Ereignis zu sprechen, welches mir der Karneval beschert hat: 2004 habe ich an Weiberfastnacht meine Frau Dorothee kennen gelernt,  2006 haben wir  geheiratet und mittlerweile drei wundervolle Kinder: Leonie, Valentin und Amelie.

Neben den Alkoholisierten Funken, bei denen ich schon fast von Beginn an als Kapellmeister zugange bin, unterstütze ich auch als stellvertretender Senatspräsident die GKG Bergfunken in Bad Godesberg.


Euer Prinz Simon I.

 
Immatrielles Kulturerbe