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Prinzenpaar 2011 - Prinz Christoph I. (Schada) und Bonna Karin IV. (Bilanovic)

Prinzenpaar 2011 - Prinz Christoph I. (Schada) und Bonna Karin IV. (Bilanovic)
Foto: Barbara Frommann

Bonna Karin IV. (Bilanovic)

„Bonn Du bess ming Stadt" - Was kann sich ´e ech bönnsch Mädche´ schöneres vorstellen, als unter diesem Motto die BONNA für die eigene Stadt, zu sein?

Jet Schöneres jitt et nit!

Etwas Schöneres als meine Geburt am 06.09.1971, im Johanniterkrankenhaus in Bonn, gab es für meine Eltern auch nicht.
Sie waren überglücklich, dass ihre Erstgeborene endlich draußen und somit mein Weg, mit zwei jüngeren Schwestern, als Kronprinzessin klar war.

Ich bin im Bonner Norden aufgewachsen, habe hier den Kindergarten und die Schule besucht und war in meiner Jugend in unserer Gemeinde St.Joseph sehr aktiv.
Zu meiner Ausbildung als Erzieherin, ging es dann allerdings nach Köln auf die Fachschule für Sozialpädagogik. Heute arbeite ich aus vollem Herzen und mit viel Engagement in diesem Beruf als Gruppenleitung einer Integrativen Gruppe und stellvertretenden Leitung einer Kindertageseinrichtung in Tannenbusch-Mitte.

Das war es aber nicht was mich ´vun Hätze Jeck´ werden ließ, Schuld is ming Familich!
Meine Mutter, Katharina Hönchen, geb. Pohl, sorgte dafür, dass wir stets verkleidet immer wild gefeiert, getanzt und das karnevalistische Liedgut gepflegt haben - selbst an Weihnachten.
Ich wurde mit 7 Jahren Tanzmariechen in der Ehrengarde der Stadt Bonn, wo ich bis zu meinem Jugendalter verweilen durfte.
Danach gab ich mich als Clown fast ausschließlich dem Feierkarneval hin, bis mein Vater durch seinen Eintritt bei den Wiesse Müüs mich erstmals wieder Vereinsluft schnuppern ließ.

Ich betrachtete das Alles erstmal aus der Ferne und widmete mich dem größten Abenteuer meines Lebens, der Geburt meiner Tochter Stella-Katharina im Jahr 1998!
Natürlich wurde auch sie sofort infiziert, wobei der Opa, Gustav Hönchen, als Adjutant in der Equipe des Prinzenpaares auch seinen Beitrag dazu geleistet hat.
Dann „koom et wie et koome mot" ich verliebte mich auf der Prunksitzung der Wiesse Müüs in meinen Prinzen Ulli und „et hätt noch immer jotjejange"!

Da wir mittlerweile zusammen in Buschdorf leben, in Tannenbusch arbeiten und ich immer noch aus vollstem Herzen dem karnevalistischen Liedgut zugetan bin, lag es für mich nah Mitglied und Vizepräsidentin der „Tannebüscher Jecke", sowie ein sangeslustiges „Rahmkamellche" zu werden!
Neben Familie, Beruf und Karneval bin ich in meiner Freizeit kreativ und sportlich aufgestellt, achte allerdings darauf mir meine Auszeiten zu nehmen, in denen ich mich mit lesen und malen entspanne. Denn müde und hungrig bin ich ´ne Fräggel!

Ich bin immer wieder von den Menschen, der Vielfalt, der Zusammengehörigkeit und dem Karneval in meiner kleinen gemütlichen Stadt begeistert - dat mir nix jeckeres infällt als

Bonn Du bess ming Stadt - Bonn vor Allem - Bonn Alaaf

un dat dreimol vun Hätze
Eure Bonna Karin IV.


Prinz Christoph I. (Schada von Borzyskowski)

Als ich am 11. Januar 1968 im Bonner Marienhospital das Licht der Welt erblickte, hatten meine Eltern zu meinem Glück entschieden, mich in Bonn zur Welt kommen zu lassen. Somit kann ich mit Fug und Recht behaupten, „ne echte Bönnsche Prinz ze sin"! Meine Eltern, die Eheleute Bruno und Anneliese Schada von Borzyskowski, lebten in Lengsdorf, das erst durch die Gebietsreform 1969 Ortsteil Bonns wurde.

Zunächst galt es, mich in einer großen Familie zu Recht zu finden, denn ich war keinesfalls der einzige Spross meiner Eltern. Nicht nur, dass ich das achte von neun Kindern war, nein, meine Geschwister waren allesamt Mädchen. ....

Meine Schulausbildung begann ich in der Kreuzberggrundschule in Lengsdorf, um dann später die Realschule Kottenforst zu besuchen. Es folgte die Lehrzeit, die ich bei der Stadt Bonn im Garten- und Friedhofsamt absolvierte. Daran schloss sich mein 15-monatiger Wehrdienst im Fernmeldebataillon Rheinbach an: Sondereinsatz „Regierungsbunker Marienthal". Seit 1991 bin ich als Regierungsbeschäftigter zunächst beim damaligen Landschaftsverband Rheinland und anschließend beim Landesbetrieb Straßenbau NRW tätig.

Für meinen Heimatort Lengsdorf engagiere ich mich hier schon seit längerer Zeit ehrenamtlich. Einerseits bin ich Vorsitzender des „Heimat- und Verschönerungsvereins Lengsdorf e. V.", der im Ort ein Heimatmuseum betreibt. Andererseits bin ich Vorsitzender des „Ortsfestausschusses Bonn-Lengsdorf e. V.", mit dem wir das reichhaltige historische Erbe unseres Ortes pflegen und auch am Karnevalsdienstag den schon legendären Karnevalszug durchführen. Zudem engagiere ich mich in der Kommunalpolitik meiner Heimatstadt Bonn als Mitglied der Bezirksvertretung Hardtberg.

Meine karnevalistischen Wurzeln reichen zurück in eine Jugendgruppe der Katholischen Pfarrjugend St. Peter Lengsdorf, mit der ich über viele Jahre den Bonner Rosenmontagszug verfolgte und an zahlreichen Karnevalszügen in Lengsdorf teilnahm.
Mit Anfang 30 konnte ich dann endlich meinen lang gehegten Wunsch in die Tat umsetzen und Mitglied eines großen Bonner Gardecorps werden. Im Jahre 1999 fiel meine Wahl auf die „Ehrengarde der Stadt Bonn e. V.", deren rot-weißen Uniformen mich schon in früher Kindheit beim Besuch der Rosenmontagszüge unbeschreiblich faszinierten. Innerhalb der Ehrengarde trat ich als aktives Mitglied der Batterie Artillerie bei: besonders der zur Uniform gehörende Dreispitz mit Federbusch und die schwarzen, langschaftigen Stiefel hatten es mir sehr angetan. In der Session 2000/2001 kam ich als Wachsoldat zur Equipe des Bonner Prinzenpaares. . Bereits zwei Jahre später, in der Session 2002/2003, wurde mir das Amt eines Adjutanten des Bonner Prinzen übertrage, das ich insgesamt acht Jahre bekleidete.

Dass ich jetzt selbst Prinz sein darf, hätte ich mir nicht träumen lassen. Den Bonner Karneval in seinen vielfachen Facetten, vom kleinen Pfarrsaal bis zur großen Beethovenhalle als Prinz erleben zu dürfen, und dann noch dazu das Motto „Bonn - Du bess ming Stadt" - besser kann es nicht kommen. Ich verspreche Euch allen, das Zepter des Bonner Karneval, unseren Pajaz, mit Stolz und in Ehren tragen.

Es grüßt Euch mit dreimal vun Hätze - Bonn Alaaf!
Euer Christoph I.

 
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