Volltextsuche:
Movie
Termine
Kontakt
Facebook
 

Prinzenpaar 2005 - Prinz Reiner II. und Bonna Kirsten I.

Prinzenpaar 2005 - Prinz Reiner II. und Bonna Kirsten I.
Foto: Schmidt, Bonn

Bonna Kirsten I. (Engbrocks)

Man glaubt es kaum, und hören kann man es auch nicht, aber ich bin ein Bönnsches Mädche.

Am 18.08.1968 wurde ich in Duisdorf geboren. Nach einem kurzen Wohnstop in Kessenich zogen wir 1969 nach Meckenheim - Merl ins eigene Haus.

In Meckenheim besuchte ich die Grund und Realschule und absolvierte meine Fachoberschulreife.

Meinen Eltern Jutta und Peter Boje (beide weit entfernt vom Rhein geboren) habe ich es zu verdanken, dass ich ein echter Karnevalsjeck wurde. Nach langem bitten und betteln meldeten Sie mich 1975 im Kadettencorps der Bonner Stadtsoldaten an. Je älter ich wurde, je ausgeprägter wurde meine karnevalistische Laufbahn.

Mit dem Beginn des 18 Lebensjahres musste ich das Kadettencorps verlassen, aber ich hatte Glück und durfte weitere 10 Jahre als Marketenderin im großen Corps der Bonner Stadtsoldaten tanzen. Wenn man mich damals nach meinen Hobbys fragte, dann fiel mir immer nur das eine ein. ,,Karneval". Dennoch habe ich es nicht versäumt, mich um meine berufliche Zukunft zu kümmern. Nach meiner Ausbildung zur Kosmetikerin, Drogistin und Reformfachfrau arbeitete ich in verschiedenen Betrieben in Köln und Bonn und sammelte Erfahrungen in der Branche.

Seit 2000 wohnen wir im Bonner Randbezirk - Witterschlick, dort arbeite ich als selbstständige Kosmetikerin Meinen Mann Holger (geb. Beueler) lernte ich 1990 kennen und lieben. Im September 1994 haben wir dann in Schwarzrheindorf geheiratet. Er hatte also schon lange Zeit sich an das jecke Hobby seiner Frau zu gewöhnen. Irgendwann muss man leider Abschied nehmen. Der Abschied vom Bonner Stadtsoldaten Corps fiel mir nach 2x11 Jahren ganz besonders schwer. Als ich mit meinem Tanzoffizier Thomas Krämer am Karnevalsdienstag 1997 zum letzten mal auf dem Bonner Marktplatz getanzt habe, hätte ich heulen können.

Aber ich wollte Zeit für eine Familie haben. Um nicht in ein Karnevalsloch zu fallen wurde ich schnell noch ein „Bönnsches Blömche", im September 1998 erfüllte sich dann der Familienwunsch, unsere Tochter Lina kam zur Welt. Da es bei den Bonner Stadtsoldaten 1999 und 2001 während der Session zu Ausfällen kam, wurde ich als Marketenderin noch zweimal reanimiert. „Einmal Stadtsoldat, immer Stadtsoldat" - ganz nach meinem Motto, trainiere ich jetzt schon 4 Jahre die Pänz des Kadettencorps mitsamt unserer Tochter.

Manchmal tauche selbst ich einmal ab aus dem Karnevalstreiben und entspanne mich gern in unserem Garten oder gehe mit meiner Familie wandern. Außerdem habe ich einen ausgeprägten Sinn für´s Dekorieren und Neugestalten unserer vier Wände.

Wenn Ihr jetzt denkt, nee wat is die jeck, dann denkt an unser Motto

Echte Bönnsche oder net, im Karneval määt jeder met

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung und ich freue mich mit Euch auf eine kurze und intensive Session 2004/2005.

Mit 3 x Bonn Alaaf!

Eure Bonna Kirsten I.


Prinz Reiner II. (Reintgen)

Am 8. Februar 1959 wurde ich an einem Sonntag in Bonn am Rhein geboren. Es war kein gewöhnlicher Sonntag, nein, es war Karnevalssonntag. Genau an diesem Sonntag, als ich das Licht der Welt erblickte, machten sich einige Kolpingsbrüder auf und zogen durch die Straßen von Endenich, bewaffnet mit einer „Quetsch" und riefen so den ersten Endenicher Veedelszoch ins Leben. Man könnte sagen, ich wurde mit der Narrenkappe geboren. Meine Mutter sagte damals immer schon, wenn draußen „et Trömmelche jeiht", war ich als kleiner Fetz nicht mehr zu halten.

Nach dem Besuch der Grundschule in Endenich und der Gottfried-Kinkel-Realschule, absolvierte ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann beim Kaufhof Bonn, heute Galeria Kaufhof.

Heute arbeite ich als Bibliotheksangestellter bei der Rheinischen Friedrich Wilhelm Universität Bonn. 1981 heiratete ich meine Frau Regina, 1993 und 1996 kamen die beiden Söhne Fabian und Alexander zur Welt. Sehr mit der Heimatscholle verbunden lebe ich mit meiner Familie nach wie vor in Endenich.

Wahrscheinlich durch die besonderen Umstände meiner Geburt bin ich seit fast 30 Jahren aktives Mitglied der Endenicher Kolpingsfamilie und stehe ihr nicht nur zur Karnevalszeit sehr nahe. Vielleicht ist das der Grund, warum man mich im März 2004 zum ersten Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Bonn-Endenich gewählt hat, worauf ich sehr stolz bin.

Mit Gänsehaut und den Tränen nahe, zog ich im Alter von 18 Jahren erstmals mit dem Elferrat unserer Karnevalssitzung in den Saal der Harmonie, damals beim „Bölles" in Endenich ein. Ob in der „Bütt", als Zwiegesprächspartner, in einer Gesangsgruppe oder im Männerballett, um nur einige Auftritte der letzten 30 Jahre aufzuzählen, der Bönnsche Fastelovend ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Vor sieben Jahren übernahm ich mit Roland Holzhausen die Leitung unserer traditionell seit 1952 stattfindenden Karnevalssitzung, die ausschließlich mit eigenen Kräften durchgeführt wird. Es festigte sich bei mir der Wunsch „Eimol Prinz zo sin". Vertieft wurde dieser Wunsch immer dann, wenn bei der Begrüßung der Prinzenpaare in unserem Saal der sprichwörtliche Funke übersprang.

„Do laachst de dich kapott, dat nennt me Camping" ist bei mir nicht nur Liedtext, denn campen mit meiner Familie im In- und Ausland ist meine bevorzugte Urlaubsgestaltung. Um mich fit für die Session zu halten, gehe ich gerne wandern oder mache Touren mit meinem Mountainbike durch das Siebengebirge oder den Kottenforst.

Meine ganze Familie ist mit dem „Karnevalsvirus" infiziert und mischt jedes Jahr vergnügt im Endenicher Veedelszoch und bei verschiedenen Veranstaltungen mit.

Meinen Lebensleitspruch habe ich von Adolph Kolping übernommen, der sagte:„Freude lässt sich nicht befehlen, Freude will geboren sein". Freude und „vell Spaß" möchte ich Euch mit meiner Bonna Kirsten I. vermitteln unter dem Motto der Session 2004/2005:

Echte Bönnsche oder net, im Karneval määt jeder met

Mit einem Treu Kolping und einem 3-fachen Bonn Alaaf bin ich

Euer Prinz Reiner II.

 
Immatrielles Kulturerbe