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Prinzenpaar 2004 - Prinz Klaus III. und Bonna Judith I.

Prinzenpaar 2004 - Prinz Klaus III. und Bonna Judith I.
Foto: Schmidt, Bonn

Bonna Judith I. (Marschner)

Dafür, dass ich es sonst nicht weit weg vom Rhein gebracht habe, fing das Leben für mich ganz untypisch an, als ich hoch in den Bonner Alpen in Duisdorf geboren wurde. Und so begann mein Dasein am 7. Dezember 1970 zunächst mal linksrheinisch.

Durch den schnellen Abtransport nach Beuel, bin ich dann auf der Schääl Sick aufgewachsen. Ich ging zunächst in Beuel zur Schule, erinnerte mich aber schnell auch an meine Bonner Wurzeln und besuchte bis zum Abitur 1990 die Bonner Liebfrauenschule.

In meiner Schulzeit fand ich jedoch immer genug Zeit für meine diversen Hobbys. Da lag zunächst eigentlich nichts näher als das Rudern. Denn, um meine Bindung an Wasser und Rhein frühzeitig zu fördern, hatten meine Eltern -Elisabeth und Heinz Cremer- mich bereits mit knapp drei Jahren in der Bonner Ruder Gesellschaft angemeldet. Und so komme ich mit heute 32-Jahren in den Genuss einer immerhin 30-jährigen Vereinsmitgliedschaft und in den Besitz einer silbernen Ehrennadel.

Nach dem Abitur beschloss ich, Jura zu studieren und studierte zunächst zwei Jahre in Köln und danach ein Jahr in Paris an der Sorbonne. Hier lernte ich dann eine für mein Leben ganz wesentliche Lektion: Lieber linksrheinisch als gar keinen Rhein! Und so kehrte ich reumütig nach Bonn zurück, um mein Studium abzuschließen.

Danach kam das übliche: Ich heiratete meinen Mann Jürgen, bestand im April 2000 mein zweites juristisches Staatsexamen und brachte einige Monate danach im August unseren Sohn Jacob zur Welt. Neben der Betreuung unseres Sohnes half ich in dieser Zeit meinem Mann beim Aufbau und der Organisation seiner neu gegründeten kardiologischen Praxis in Beuel. Im letzten Jahr habe ich mich schließlich anwaltlich niedergelassen und arbeite unter anderem in der Bonner Rechtsanwaltskanzlei Peschmann und Collegen.

Als nach meinen Ausflügen nach Köln und Paris 1994 wieder der Blick für das wesentliche frei war, musste ich erkennen, dass mein Vater mich in karnevalistischer Hinsicht überholt hatte und zum Senator der Beueler Stadtsoldaten ernannt worden war. Da mir schon immer das Reiten viel Spass gemacht hat, wollte ich dieses Hobby mit dem Karneval verbinden und trat in das Reitercorps der Beueler Stadtsoldaten ein.

Die Reiterei ist fester Bestandteil bei den Bühnenauftritten des Corps. Mehr Beachtung erfahren wir Reiter aber sicherlich im Straßenkarneval, wenn wir auf vier Beinen daherkommen.Wir begleiten unsere Vereinskameraden in allen drei Zügen, an denen das gesamte Corps teilnimmt, zu Pferde. Und ich hoffe, diese Erfahrungen sind schon mal eine gute Vorbereitung auf die Herausforderungen, die mich in der jetzigen Session in dem großartigen Amt als Eure Bonna erwarten.

Ich wünsche uns allen eine schöne Session 2003/2004 und mottoangepasste Temperaturen, wenn es dann ab dem 11.11.2003 zur Fiesta Bonnensia aufgeht.

In diesem Sinne ein dreifaches Bonn Alaaf!

Judith


Prinz Klaus III. (Gerwing)

Eigentlich wollte ich ja schon immer Kapitän eines Segelbootes werden. Stattdessen habe ich es jetzt als Bonner Prinz zur Gallionsfigur auf einem Narrenschiff gebracht. Da ich von Hause aus noch nie mit großer Geduld gesegnet war, konnte ich aber bis zu diesem großen Ereignis nicht nur still sitzen und warten, ob der Traum vom Prinzsein jemals wahr würde. Und so habe ich es für den Anfang vor genau 40 Jahren schon einmal als Kinderprinz in LiküRa versucht. Aber der Reihe nach:

Meine Mutter Erika Gerwing brachte mich am 25.12.1956 als zweiten von drei Söhnen im Bonner Marienhospital zur Welt. Da ich damals schon von der schnellen Sorte war, kam ich unerwartet früh, sozusagen als Christkind der Familie. Ich tummelte mich fortan in Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf, wo ich auch die Schule besuchte. Trotz des prägenden Geburtsdatums und des turbulenten Auftaktes als Christkindchen ging ich nach der Schulzeit nicht als Schreiner sondern als Sanitärinstallateur in die Lehre. Nach erfolgreicher Lehre, Gesellenzeit und Meisterprüfung führe ich seit 1983 zusammen mit meinem Bruder Thomas den elterlichen Betrieb, ein Installationsbetrieb in Ramersdorf. Im Laufe der Jahre wuchs das Geschäft unerwartet und so wurde aus diesem kleinen Sanitär-, Heizungsbau- und Elektroinstallationsunternehmen in den letzten 20 Jahren einer der größten Bonner Betriebe auf diesem Sektor.
Den Karneval habe ich nach meiner Zeit als Kinderprinz trotz der beruflichen Ausbildung und späteren Geschäftsführung nie aus den Augen verloren. Ich begleitete so manche LiKüRa-Prinzessin als Fahrer von Auftritt zu Auftritt und bin seither naturgemäß besonders dem rechtsrheinischen Karneval sehr verbunden. Besonders freut es mich, dass jetzt auch meine Tochter Judith (12)und Sohn Roland (15) Interesse für den Karneval zeigen und enthusiastisch die jetzt beginnende Session begleiten werden.

Durch den heutigen Ehrensenatspräsidenten der Beueler Statdsoldaten Walter Becker kam ich im Februar 1995 als karnevalistische Nachwuchskraft zu den Senatoren der Beueler Stadtsoldaten. Hier lernte ich auch bald meine Bonna Judith kennen.

Da ich auch viele gute Freunde habe, die in der Bonner Ehrengarde aktiv sind, zog es mich zunehmend nach Bonn. Und so wagte ich dann im Jahre 2000 tatsächlich den Brückenschlag über den Rhein und kam in den Elferrat der Ehrengarde der Stadt Bonn. Leute, die mich kennen, meinen ja, ich kann nicht nein sagen. Aber in diesem Fall konnte ich wirklich nicht anders. Denn meine späteren Ratskollegen hatten sich für den Generalappell eine tolle Überraschung ausgedacht. Sie steckten mich kurzerhand in eine alte nach Mottenkugeln riechende Litewka aus dem Fundus, zerrten mich auf die Bühne und eröffneten mir: Du gehörst jetzt zum Elferrat.

So schnell kann es gehen.

Getreu unserem spanischen Motto Fiesta Bonnensia wollen wir mit viel Temperament diese Session bestreiten und so viel Spaß und Freude bringen, wie es nur möglich ist. Uns allen wünsche ich eine schöne Session 2003/2004.

Darauf ein dreifaches Bonn Alaaf und Spanien Ole´.

Klaus

 
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