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Der 324. Auftritt: Federnrupfen

Ein melodramatischer Termin ist das „Federnrupfen“ am Ende einer jeder Session. Für Prinz Mirko I. und Bonna Patty I. war es der letzte der insgesamt 324 Auftritte, die sie in der achtwöchigen Session zu absolvieren hatte.

Viel Lob war von offizieller Seite zu hören, zunächst seitens der Präsidentin Marlies Stockhorst für den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter im Festausschuss und für die Kolleginnen und Kollegen im Vorstand desselben. Auch der Prinzenführer Christoph Arnold lobte die hervorragende Teamarbeit in der Prinzen-Equipe, von den Adjutanten über die Wache, die Paginnen bis hin zu den Busfahrern.

Der 324. Auftritt: Federnrupfen
Foto: Barbara Frommann

Ehe Oberbürgermeister Ashok Sridharan den Tollitäten die Insignien ihrer Macht auf Zeit wieder abnahm, sprachen Prinz Mirko und Bonna Patty ein letztes Mal als Karneval-Repräsentanten zu den Gästen in der Springmaus.

Prinz Mirko I. gab zu, mehr und mehr „in seine Rolle versunken“ zu sein. Als er sich bei seiner Familie bedankte verließ ihn kurzeitig die Stimme, so emotional ergriffen war er von dem Moment des Abschiednehmens. Da ihm seine Kollegen von der Sparkasse KölnBonn signalisiert hatten, dass er nach Aschermittwoch erstmal „runterkommen“ solle, kündigte er an, dass „es noch was dauern kann, bis ich wieder vorbeikomme!“

Bonna Patty I. übernahm es in ihrer Abschiedsrede den Dank des Prinzenpaares für die Equipe und die drei Prinzenführer auszusprechen. In sehr persönlichen Worten würdigte sie die engagierten Karnevalisten, die sie acht Wochen lang eng begleitet und betreut hatten. Dem Festausschuss attestierte sie als diejenige, die „bereits über 30 Jahre im organisierten Karneval aktiv ist“, eine perfekte organisatorische Leistung bei der Vorbereitung und Durchführung aller Aktivitäten.

Während Patty I. bei ihren Dankesworten, in die sie auch Ihre Familie und ihren Lebensgefährten, die sich die ganze Zeit auch um Sohn Max gekümmert hatten, einschloss, souverän wirkte, überkamen sie aber spätestens in dem Moment die Tränen als der Oberbürgermeister ihr die Insignien der Macht, das Krönchen, die Schärpe und die Bonna-Kette, abnahm.

Das gleiche Schicksal ereilte dann auch Prinz Mirko, der allerdings zunächst der vier Federn beraubt und dann erst die Amtskette und zuletzt den Paias in die Obhut des Festausschusses zurückgeben musste.

Im Programm dieses besonderen Abschlussabends glänzten die Bönnsche Pänz als Pirate mit Bonner Hymnen wie „He in Bonn“ (Kribbelköpp) und „Bonn Du bess mig Stadt (Volker Kriegsmann). Eine Gruppe Mitarbeiterinnen des Beethovenhauses begeisterte mit einer sehenswerten Nummer aus Sprech-Gesang, Pantomime und perfekt aufeinander abgestimmten rhythmischen Bewegungen zu der Frage „Wenn ich nicht auf der Bühne wär, was würde ich dann sein? Die Antwort ergab sich aus den Kostümen,die vom Polizisten über Schreiner, Boxer und Tänzerin bis hin zum Ordensbruder reichten. Den Abschluss übernahm auch in diesem Jahr wieder Nachtwächter Karl Friedrich Schleier, der mit sonorer Stimme einige Sessionskrätzchen kritisch-humorvoll in Erinnerung rief.

Beim Lied „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ drehten die Gäste ihre Sessionsorden um und beendeten damit jeder für sich die Session „Bonn met Hätz“

 

 
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